Die Stiftung
Zweck der Kasernenstiftung
Die Stiftung für die Renovation der Kaserne der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan (Kasernenstiftung) wurde im Herbst 2016 in Solothurn gegründet. Ihr alleiniges Ziel ist die Erneuerung der Kasernengebäude sowie der übrigen Infrastruktur-Einrichtungen der Garde. Die Stiftung untersteht den Aufsichtsbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Kantons Solothurn. Mit ihrem öffentlichen und gemeinnützigen Zweck ist sie als steuerbefreit anerkannt. Nach der Zweckerfüllung (oder im Fall des Projektabbruchs) wird die Stiftung aufgelöst und ihr Kapital der Gardestiftung übertragen.
Neubau der Gardekaserne
Die heutigen Kasernengebäude entstanden im 19. Jahrhundert. Seither wurden kaum Erneuerungen durchgeführt; deshalb verursachen die schlechte Bausubstanz und die mangelhafte Isolation und unverhältnismässig hohe Unterhaltskosten. Schon bald nach der Gründung der Kasernenstiftung ergab eine Machbarkeitsstudie, dass ein kompletter Neubau der Gardekaserne nötig sein würde. Zurzeit werden zwei Kasernengebäude als Truppenunterkunft für nicht verheiratete Gardeangehörige und als Verpflegungsbereich genutzt. Im dritten Gebäude sind das Kommando sowie die im Quartier lebenden Gardefamilien untergebracht.
Das Projekt
Geplanter Bau
Das Neubauprojekt wurde 2019 von den Tessiner Architekten Durisch + Nolli erarbeitet. Es sah einen vollständigen Neubau der bestehenden Kasernengebäude vor und basierte auf einer ersten Kostenschätzung von 45 Mio. CHF.
Dieses Projekt bildete im 2019 die Grundlage für den Start der Fundraising-Kampagne in der Schweiz.
Prüfung und Weiterentwicklung
In den folgenden Jahren wurde das Projekt durch die zuständigen vatikanischen Behörden geprüft und 2023 der UNESCO zur Vorprüfung vorgelegt. (Der Vatikan gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, somit müssen ihm wichtige Immobilienprojekte vorgelegt werden).
Nachdem die UNESCO ihre vorläufige Zustimmung erteilt hatte, machten sich unsere Architekten und Ingenieure mit Unterstützung der Experten des Governatorato an die Ausarbeitung des endgültigen Entwurfs. Diese Arbeiten erstreckten sich über das gesamte Jahr 2024. Zwischen dem ursprünglichen Projekt von 2019 und dem endgültigen Projekt von 2024 gab es jedoch zusätzliche Anforderungen, welche von den Architekten angepasst werden mussten.
Das ursprüngliche Baubudget von rund 45 Millionen Franken konnte dank der grosszügigen Unterstützung unserer Gönnerinnen und Gönner bis Ende 2024 weitgehend sichergestellt werden.
Finanzierung
Das ursprüngliche Projekt ermöglichte die Erstellung eines ersten Budgets mit Baukosten in der Höhe von 45 Millionen Franken. Dieses Budget diente als Grundlage für die Spendenkampagne, welche die Stiftung Ende 2019 in der Schweiz startete.
Das ursprüngliche Baubudget von rund 45 Millionen Franken konnte dank der grosszügigen Unterstützung unserer Gönnerinnen und Gönner bis Ende 2024 weitgehend sichergestellt werden. (44.7 Millionen)
Ein höheres Budget für wichtige Änderungen
Zwischen dem ursprünglichen Projekt von 2019 und dem endgültigen Projekt von 2025 kam es zu wesentlichen Änderungen, und es traten neue technische Einschränkungen auf. Darüber hinaus sind die Baukosten in Rom stark gestiegen.
Der nächste Schritt
Das Vertrauen aus dem Vatikan macht deutlich, dass das Projekt nicht nur ein Bauvorhaben ist, sondern ein gemeinsames Anliegen des Heiligen Stuhls, der Stiftung und ihrer Wohltäter.
Es verbindet Verantwortung, Vertrauen und internationale Solidarität.
Die Voraussetzungen sind geschaffen. Nun geht es darum, die noch fehlenden Mittel zu sichern, damit nach Vorliegen der Genehmigungen mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Unser Ziel bleibt, die neue Fundraisingphase bis Ende 2026 abzuschliessen und anschliessend in die Realisierung zu gehen.
Mit Ihrer Unterstützung wollen wir bessere Unterkunftsbedingungen für die Schweizergarde schaffen, einem Elitekorps, das für die Werte Einsatz, Treue und Neutralität steht, die uns sehr am Herzen liegen. Eine Garde, die unserem Land seit über 500 Jahren die Ehre macht!
Wir bitten Sie von Herzen: Engagieren Sie sich mit uns dafür, dass das einzigartige Korps seinen Dienst auch in Zukunft leisten kann — und die Schweiz im Vatikan weiterhin auf sympathische, sinnstiftende Weise präsent bleibt.
Ihre Spende gibt der Schweizergarde ein Zuhause und eine Zukunft!
Herzlichen Dank!
Der Stiftungsrat, das Patronatskomitee sowie alle Schweizergardisten in Rom
Zeitachse
Bedürfnisse: 30% mehr Lebensfläche, mehr Rückzugsraum (Einzelzimmer) und mehr Wohnungen für Familien; höhere Sicherheitsstandards (Brandmelder, Brandschutztüren, Zutrittskontrolle etc.); grössere Küche und Mensa, Theatersaal, Archiv, Bibliothek, Musik- und Gymnastikraum, Lagerräume, Schneiderei, Fahrradkeller
Das Architekturbüro Durisch + Nolli hat Erfahrung mit Bauten, in welchen die Sicherheit eine Rolle spielt oder die Funktionalität des Zweckbaus im Vordergrund steht. Die Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass die zusätzlichen Raumbedürfnisse auf dem verfügbaren knappen Boden abgedeckt werden können. Die Einpassung des geplanten Baus in die Umgebung mit der für Rom und den Vatikan typischen Materialisierung und der vorgeschlagene Baustil haben den Stiftungsrat und die zuständigen Behörden im Vatikan überzeugt. Im Februar 2018 wurde den Entscheidungsträgern des Vatikanstaats die Machbarkeitsstudie unterbreitet. Diese zeigt, dass wegen dem schlechten Zustand der Gebäude nur ein Neubau in Frage kommen kann.
Auf Basis der Machbarkeitsstudie hat der Vatikan entschieden, die Planungsarbeit fortzuführen mit der Realisierung eines Vorprojekts. Zweck des Vorprojekts ist die detaillierte Planung des Baus und eine möglichst präzise Kostenschätzung. Ferner soll durch diesen Planungsprozess die effektive Bauzeit verkürzt werden. Am 2. Oktober 2020 stellte eine Delegation der Stiftung das Projekt Papst Franziskus persönlich vor. Er hat es herzlich begrüsst. Am selben Tag wurde das Projekt offiziell Kardinal Parolin im Staatssekretariat übergeben.
Nach der erwarteten Bewilligung Eingaben bei der UNESCO und der Stadt Rom. Die Kasernenstiftung musste feststellen, dass sie die komplizierten und langsamen Verfahren im Vatikan unterschätzt hat. Insbesondere führen die innovativen Aspekte des Projekts (wie etwa verwendete Materialien und Technologien, Ökologie, Recycling etc.), mit welchen die Spezialisten des Vatikans nur wenig vertraut sind, zu zusätzlichen Abklärungen. Leider wurden diese Abklärungen vatikanintern erst im Jahr 2021 eingeleitet, obwohl die Stiftung Teile davon bereits im 2018 erläutert hatte. Der Bewilligungsprozess wird mehr Zeit als ursprünglich geplant in Anspruch nehmen. Ferner stellt das Heilige Jahr 2025 auf Grund der erwarteten Pilgerströme auf italienischem Boden eine grosse Herausforderung dar.
In den Jahren 2019 - 2023 wurde das Projekt durch die zuständigen vatikanischen Behörden geprüft und 2023 der UNESCO zur Vorprüfung vorgelegt. (Der Vatikan gehört zum UNESCOWeltkulturerbe, somit müssen ihm wichtige Immobilienprojekte vorgelegt werden). Nachdem die UNESCO ihre vorläu ge Zustimmung erteilt hatte, machten sich unsere Architekten und Ingenieure mit Unterstützung der Experten des Governatorato an die Ausarbeitung des endgültigen Entwurfs. Diese Arbeiten erstreckten sich über das gesamte Jahr 2024. Zwischen dem ursprünglichen Projekt von 2019 und dem endgültigen Projekt von 2024 gab es jedoch zusätzliche Anforderungen, welche von den Architekten angepasst werden mussten.
Die zusätzlichen Anforderungen aus der Projektentwicklung führen zu Mehrkosten von rund 9 Mio. CHF. Seit 2019 sind die Baupreise in Rom infolge Pandemie, In ation und der hohen Bautätigkeit im Heiligen Jahr stark gestiegen. Der Preisanstieg beträgt rund 33,5 %. Die Stiftung setzt alles daran, diese Mehrkosten durch gezielte Verhandlungen mit den beauftragten und potenziellen Bauunternehmen möglichst gering zu halten und veranschlagt hierfür rund 11 Mio. CHF. Da der Baustart erst ab 2027 möglich ist und sich die Bauarbeiten bis voraussichtlich 2029 erstrecken werden, wurde zusätzlich eine finanzielle Reserve von 5 Mio. CHF eingeplant, um auf weitere Preissteigerungen reagieren zu können. Unter Berücksichtigung aller Faktoren erscheint eine Erhöhung des Gesamtbudgets um rund 25 Mio. CHF auf insgesamt 70 Mio. CHF realistisch und notwendig.
Der Spatenstich ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Bauzeit sollte drei Jahre betragen. Der Einzug der Garde soll 2029/2030 erfolgen. Eine offizielle Einweihung ist 2030 vorgesehen. Aufgrund der historischen Lage der Gebäude, der geologischen und archäologischen Besonderheiten sowie einer Aussenwand, welche die Staatsgrenze zu Italien bildet, kann die Bauzeit mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Über Uns
Der Stiftungsrat
Der Stiftungsrat setzt sich aus Mitgliedern zusammen, die über einen grossen Erfahrungsschatz aus Immobilienprojekten, dem Finanzwesen und im Kulturmanagement verfügen. Sie alle arbeiten ehrenamtlich, also ohne Vergütung. Der Stiftungsrat hat mit Durisch + Nolli die Architekten für die Machbarkeitsstudie und das Vorprojekt ausgewählt und mit Ernst & Young die Revisionsstelle. Zu seinen Aufgaben gehören die Genehmigung der Budgets, Jahresrechnungen und Tätigkeitsberichte, die Beaufsichtigung der Geschäftsstelle sowie die Sicherstellung der Einhaltung der Statuten. Präsidiert wird der Stiftungsrat von Jean-Pierre Roth, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Nationalbank.







